Häufig gestellte Fragen

Gab es in unserer Gegend einmal Vulkane?

Vulkan

In der Gegend um Bozen erkennen wir eine große Quarzporphyrplatte, die auf vulkanische Ereignisse hindeutet. Vor  zirka 280 Mio. von Jahren  kam es in unserer Gegend zu  explosiven Vulkanausbrüchen. Dabei müssen wir uns folgendes vorstellen:
Das Magma, glühendes, geschmolzenes Gestein der Erdkruste, mit viel Quarz und einer  Temperatur von zirka 700°C, war sehr zähflüssig und verstopfte den Vulkanschlot. Deshalb stieg der Druck in der Magmakammer immer mehr an und es kam zu gewaltigen Explosionen: Unmengen von Lava, Asche und Gas wurden in die Luft geschleudert und bedeckten das umliegende Gebiet. Durch das schnelle Erstarren bildete sich die heutige „Bozner Quarzporphyrplatte“.

Wann sind die Dolomiten entstanden?

Dolomiten

Diese Frage kann man nicht mit einer einzigen Antwort beantworten.
Bei der Entstehung von Gebirgen müssen wir nämlich drei unterschiedliche Vorgänge betrachten:
a) die Gesteinsbildung (Lithogenese), (im Erdmittelalter, besonders in der Trias - vor 250 Mio Jahren),
b) die Gebirgsbildung (Orogenese), (seit 100 Mio. Jahren, durch Zusammenstoß der Kontinentalplatten wurde Meeresboden aus dem Meer emporgehoben und über den europäischen Südrand gedrückt),
c) die Oberflächen- und Landschaftsentwicklung (Morphogenese), (seit 2 Mio. Jahren, durch Erosion. Dabei spielen das strukturelle oder tektonische Erscheinungsbild, die Klimaverhältnisse und auch die Veränderung durch den Menschen eine wichtige Rolle).

Was fressen die Fische im Meeresaquarium?

Splendidus

Fische haben auch ihre Vorlieben. Nicht alle Fische fressen das gleiche. Einige Fische sind reine Pflanzenfresser und fressen eifrig alle Algen ab. Andere  bevorzugen das Trockenfutter, das wir ins Aquarium verfüttern und noch andere sind besondere Feinschmecker und bevorzugen Garnelen (ihr kennt sie vom leckeren Garnelen- Cocktail), die wir als Tiefkühlkost besorgen und zum Verzehr auftauen.

Haben sich die Fische im Aquarium schon vermehrt?

Pleurotaenia

Es ist nicht leicht Fische im Aquarium zu züchten. Trotzdem konnten wir schon mehr als 120 Mal beobachten, wie die Anemonenfische ihren Laich an einen Felsen gleich hinter der Anemone ablegten. Das Männchen fächerte mit viel Ausdauer Sauerstoff dazu und bewachte  die Eiablage, doch leider, kaum waren die Winzlinge geschlüpft, waren sie auch schon in einem hungrigen Fischmaul verschwunden. Eine Aufzucht war also allemal unmöglich!
Anders bei den Zebrakardinalfischen: Da ist es ja das Männchen, das die Brut in einer Tasche im Maul für einen Monat trägt. Sobald die Jungen dann schlüpfen, sucht das Männchen einen Diadem-Seeigel auf und speiht die Jungen zwischen die langen Stacheln dieses Seeigels, wo sie sich dann so lange aufhalten, bis sie größer geworden sind und sich allein verteidigen können. Es ist sozusagen ein Art Kindergarten für die jungen Fischchen. Diese Aufzucht ist uns schon mehrere Male gelungen, wobei wir jedoch auch die Quarantänebecken ,(kleine Aquarien  im Keller), mit einbeziehen.

Sind die Tiere in den Dioramen echt?

 Wildtier

Die Tiere in den Dioramen sind echt, aber nicht lebend. Das bedeutet: Ein Fachmann (Präparator) präpariert in aufwendigster Feinarbeit verendete Tiere. Er entfernt die inneren Weichteile und das Skelett und stopft den Hohlraum mit  Füllmaterial. Die Augen werden mit Glasaugen ersetzt, Fell/Federkleid/Haut werden chemisch behandelt. Der Präparator achtet bei seinem Handwerk stets auf eine korrekte Wiedergabe des natürlichen Aussehens und Körperhaltung der Tiere.

Schlafen die Murmeltiere im Diorama wirklich, machen sie einen richtigen Winterschlaf?

Murmeltiere

Nein, die Murmeltiere in der Höhle unseres Dioramas sind präparierte Tiere in nachgestellter Schlafposition.

Was fressen die Schlangen im Terrarium?

Vipera aspis

Unsere Schlangen im Terrarium fressen, wie freilebenden Schlangen auch, lebende Mäuse. In freier Natur jagen Vipern selbst nach Mäusen. Bei uns, im Terrarium, müssen wir also lebende Mäuse füttern, d.h. lebende Mäuse werden in Tierhandel gekauft und den Schlangen verfüttert. Die Viper springt auf die Maus, beißt sie, spritz das Gift in die Beute, worauf dann die Maus sofort tot ist. Anschließend dreht die Viper mit ihren langen Zähnen die Maus so herum, dass sie mit dem Kopf nach vorne ins Maul der Schlange zu liegen kommt und so mit Leichtigkeit als Ganzes mit ruckartigen Bewegungen verschlungen werden kann. Zum Schluss sieht man bloß noch den Mauseschwanz  im Rachen der Viper verschwinden.