Forschung
Die Forschung des Naturmuseums Südtirol im Bereich Erdwissenschaften, Botanik und Zoologie zielt darauf ab, das Naturinventar Südtirols zu erfassen und somit das Wissen und das Verständnis über die heimische Natur zu erweitern. Die Forschungstätigkeit am Museum ist auf die fortwährende Beschäftigung mit den Objekten (naturkundliche Sachzeugen, Beobachtungsdaten, Sammlungsbelege) ausgerichtet.
Die Erfassung des Arteninventars setzt eine intensive Beschäftigung mit Systematik, Taxonomie und Nomenklatur voraus. Dabei orientiert sich die Forschung am jeweiligen Stand der Forschung, den sich die Mitarbeiter in enger Zusammenarbeit mit entsprechenden Institutionen und WissenschaftlerInnen aneignen.
Forschungsbereiche
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Erdwissenschaften
Der Schwerpunkt der Beschäftigung im Bereich Erdwissenschaften liegt auf den natürlich vorkommenden ”Bodenschätzen” (Gesteine, Mineralien und Fossilien) Südtirols und seines Umfeldes. Forschung wird am Museum im Sinne der Projektkoordination, die meist interdisziplinär angelegt ist, betrieben, da geologische Fragestellungen nur unter Einbindung universitärer Strukturen bearbeitbar sind. Generell sollten Projekte verfolgt werden, die im Hinblick auf das Vorkommen von Gesteinen, Mineralien und Fossilien, sowie deren Entstehung neue Erkenntnisse versprechen. Darüber hinaus finden auch technische Aspekte Platz, die mit geologischen Fragestellungen verwandt sind. Das Naturmuseum Südtirol widmet sich daher folgenden Betätigungsfeldern: Geologie, Mineralogie und Paläontologie. -
Botanik
Der Bereich Botanik am Naturmuseum Südtirol beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der wildwachsenden Flora Südtirols. Die Gefäßpflanzen (Farnpflanzen und Blütenpflanzen) spielen dabei eine zentrale Rolle, doch wird auf die restlichen Organismengruppen innerhalb der Botanik, den Algen, Pilzen, Flechten und Moosen, ebenfalls Augenmerk gelegt.
Folgende Aspekte stehen dabei – in der Reihenfolge abnehmender Bedeutung - im Vordergrund:
Floristik, Systematik, Vegetationskunde und Ökologie. -
Zoologie
Die Forschungstätigkeit des Naturmuseums Südtirol im Bereich Zoologie widmet sich der gesamten Tierwelt Südtirols. Aufgrund des Umfanges und der unterschiedlichen Arbeitsweisen wird die Zoologie am Museum in zwei Bereiche geteilt: Bereich “Wirbellose” und Bereich “Wirbeltiere”. Bei der Forschungstätigkeit innerhalb beider Bereiche stehen folgende Aspekte - in der Reihenfolge abnehmender Bedeutung - im Vordergrund: Faunistik, Systematik, Ökologie, Ethologie. -
Datenbank
Bei der Forschungstätigkeit in den drei oben genannten Fachbereichen des Naturmuseums Südtirol fallen zunehmend Daten an, die es auf unbestimmte Zeit zu verwahren gilt. Es handelt sich dabei um Objekt- und Beobachtungsdaten, denen im musealen Sinne Sammlungsstatus zukommt. -
Museologie
Im Fachgebiet Museologie beschäftigt sich das Naturmuseum Südtirol mit Objekten und Informationen, die den oben genannten Fachgebieten nicht direkt zugeordnet werden können, jedoch mit diesen in Beziehung stehen. Dazu gehört das Sammeln objektbezogener Nachlässe, der Erwerb von wissenschaftlichen Instrumenten und Geräten sowie das Beschaffen von wissenschaftshistorisch relevanten Dokumenten (biografische Notizen, Fotos usw.). -
Bibliothek/Bibliografie
Die Bibliothek des Naturmuseum Südtirol dient nicht nur als Arbeitsinstrument, sondern ist in Teilen selbst Hort von Museumsobjekten. Hierunter verstehen sich alle Editionen, die von besonderem wissenschaftshistorischen Wert sind (z.B. Widmungs- und Arbeitsexemplare) oder solche, die ausgesprochenen Seltenheitswert genießen. Die Bibliothek wird als Infozentrum des regional- und allgemeinwissenschaftlichen Schrifttums im Bereich Naturkunde gesehen.