Lebensraum Etsch
Durch die Regulierung der Etsch im 19. Jahrhundert sind viele natürliche Lebensräume wie Sand- und Schotterbänke, Pionier- und Verlandungsflächen sowie Auwälder größtenteils unwiederbringlich zerstört worden. Dennoch finden wir ökologisch wertvolle Lebensräume, die Rückzugsgebiete für viele Pflanzen- und Tierarten darstellen.
„Lebensraum Etsch“ – so nannte sich ein gemeinsames Projekt der Abteilung Wasserschutzbauten, des Naturmuseum Südtirol und der Landesabteilung Natur und Landschaft zur Dokumentation der noch unzureichend bekannten und erforschten Flora und Fauna entlang der Etsch von Meran bis Salurn.
Von den Erhebungen betroffen waren 9 verschiedene Standorte wie z.B. Schilfgürtel, Trockenwiesen, Gehölzstreifen, Auwaldreste oder Schotterinseln. Untersucht wurden Vegetation und die unterschiedlichsten Tiergruppen wie zum Beispiel Spinnen, Weberknechte, Makrozoobenthos, Heuschrecken, Laufkäfer, Buckelfliegen, Ameisen, Schmetterlinge, Fische, Vögel und Fledermäuse.
Ziel des Projektes “Lebensraum Etsch“ war es, die Pflanzen- und Tierwelt entlang der Etsch genauestens zu dokumentieren. Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen für die Abteilung Wasserschutzbauten auch Hinweise für die Verbauungs- und Instandhaltungsmaßnahmen liefern, damit entlang der Etsch gezielt auf die Tier- und Pflanzenwelt Rücksicht genommen werden kann und wenn möglich Lebensräume auch verbessert oder revitalisiert werden können.
Die Erhebungsdaten sind in die digitale Verbreitungsdatenbank des Naturmuseums Südtirols eingetragen und in der Fachzeitschrift des Naturmuseums Gredlerina Vol. 4 veröffentlicht.
Projekt – Mitarbeiter
Name Adresse Arbeitspaket Gallmetzer Willigis Abteilung Waaserschutzbauten
Autonome Provinz Bozen - SüdtirolKoordination Vito Zingerle Naturmuseum Südtirol Koordination Maria Luise Kiem Amt für Landschaftsökologie
Autonome Provinz Bozen - SüdtirolKoordination Petra Mair, Franziska Zemmer Naturmuseum Südtirol Vegetation Peter Huemer Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck
InnsbruckSchmetterlinge Karl-Heinz Steinberger Innsbruck Spinnen, Weberknechte Florian Glaser Technisches Büro für Biologie
InnsbruckAmeisen Timotheus Kopf Völs Laufkäfer Heinrich Schatz Institut für Zoologie und Limnologie
InnsbruckMilben Irene Schatz Institut für Zoologie und Limnologie
InnsbruckKurzflügelkäfer Leo Hilpold Amt für Umweltverträglichkeitsprüfung
Autonome Provinz Bozen - SüdtirolHeuschrecken Brenner Sabine Institut für Zoologie und Limnologie
InnsbruckBuckelfliegen Eva Ladurner Marling Kleinsäuger Christian Drescher Meran Fledermäuse Hannes Grund Amt für Jagd und Fischerei
Autonome Provinz Bozen - SüdtirolFische Andreas Vettori Amt für Wildbachverbauung, Zone Nord, Autonome Provinz Bozen - Südtirol Vögel Petra Kranebitter Naturmuseum Südtirol Datenbank