Paläontologie der Puez-Mergel (Unterkreide)
Die fossile Fauna in den Puez-Mergeln der Puez-Gherdenacia (zwischen Col la Pieres und Col dla Soned) zu erkunden und diese systematisch zu erfassen, war Ziel dieses Projektes. Es handelt sich dabei um eine Fauna aus der Unterkreide, wobei der Zeitraum Unter-Valangin - Barem eindeutig, das Apt aber nur noch indirekt nachgewiesen werden konnte. Projektausführende waren Christian Aspmair, Prof. Karl Krainer (Universität Innsbruck) und Alexander Lukeneder (Naturhistorisches Museum Wien).
Die Funde setzen sich aus einer sehr reichhaltigen Ammonitenfauna zusammen (ca. 30 Arten), mit typischen mediterranen Elementen, doch ohne boreale Einflüsse. Viele der Ammoniten zeigten Bewuchs von Crinoiden bzw. Serpulidenröhren.
Besonderes Interesse erweckten einige heteromorphe Formen sowie eine Form (Cantianiceras), die zum ersten Mal aus der Kreide der Dolomiten beschrieben wurde. Bisher war sie lediglich aus der Kreide der Lessinischen Alpen bekannt.
Außer verschiedenen Ammoniten-Steinkernen und Ammonitenabdrücken wurden auch einige Belemniten, aberrante Seeigel, Bivalven (Properamusium) und eine Brachiopodenfauna, die sich hauptsächlich aus Triangope triangulus und Pygite diphyoides zusammensetzt, gesammelt.
Die Radiolarienfauna (Spumellarien) bestätigt das Alter der Ammoniten. Entsprechende Publikationen befinden sich in Ausarbeitung.