Geologie: Abgeschlossene Forschungsprojekte

Fossile Flora am Kühwiesenkopf (Olang)

Fossile Flora am Kühwiesenkopf (Olang)

In einem besonders artenreichen Horizont am Kühwiesenkopf (Olang, Pustertal) wurde eine gut erhaltene fossile Fauna und Flora entdeckt. Die Fossilien waren vom Sammler Michael Wachtler 1999 lokalisiert und teilweise von ihm geborgen worden.
Die Fossillagerstätte Kühwiesenkopf zeichnet sich durch den exzellenten Erhaltungszustand einer für Mitteleuropa seltenen Pflanzengemeinschaft des Anis (Mitteltrias) aus. Es wurden Blätter, Äste, Stämme, Zapfen und Samen von mindestens 36 Arten (29 Gattungen), identifiziert, die den Bärlappgewächsen, Schachtelhalmen, Farnen, Samenfarnen, Cycadeen und Nadelbäumen (Koniferen) angehören. Besonders interessant sind einige neue Farnarten (z.B. Scolopendrites grauvogelii und Gordonopteris lorigae - van Konijnenburg - van Cittert et al. 2006) und der hohe Artenreichtum bei den Samenfarnen und Cycadeen. Einige der Exemplare gehören zu den ältesten Vertretern ihrer Formen. Wegen der zahlreichen und qualitätsvollen Funde war es möglich, das Erscheinungsbild der entsprechenden urzeitlichen Pflanzen genauer als bisher zu rekonstruieren.

Paläontologie der Puez-Mergel (Unterkreide)

Paläontologie der Puez-Mergel

Die fossile Fauna in den Puez-Mergeln der Puez-Gherdenacia (zwischen Col la Pieres und Col dla Soned) zu erkunden und diese systematisch zu erfassen, war Ziel dieses Projektes. Es handelt sich dabei um eine Fauna aus der Unterkreide, wobei der Zeitraum Unter-Valangin - Barem eindeutig, das Apt aber nur noch indirekt nachgewiesen werden konnte. Projektausführende waren Christian Aspmair, Prof. Karl Krainer (Universität Innsbruck) und Alexander Lukeneder (Naturhistorisches Museum Wien).

Die Nautiloiden der Bellerophon-Formation in Gröden

Nautilusprojekt

In zwei markanten Horizonten am Monte Pic-Balest und der Seceda (Gröden) wurde eine reichhaltige Nautilusfauna untersucht, die in der Bellerophon Formation (Oberperm) entdeckt wurde. Es handelt sich bei den über 100 gesammelten Exemplaren vermutlich um die größte Nautilusfauna der Tethys permischen Alters, welche besonders durch die Größe der einzelnen Arten gekennzeichnet wird. Das Projekt wurde von Herwig Prinoth unter der Leitung von Prof. Renato Posenato (Universität Ferrara) durchgeführt