Geologie
Mineralien ca. 10.000 Stufen
Sammlungskonvolute: Georg Gasser (1857 - 1931), Albert Wachtler, Kurt Folie, Werner Fuchs, Hermann Holzknecht, Alois Blasbichler, Anton Weissteiner
Gesteine: ca. 1000 Belege
Fossilien ca. 4.000 Belege
Sammlungskonvolute: Georg Gasser (1857 - 1931), Michael Wachtler.
Regeln zum Sammeln von Mineralien
Das Sammeln von Mineralien ist in Südtirol genehmigungspflichtig. Will man in Südtirol Mineralien sammeln, gibt es folgende Wege:
Außerhalb von Naturparken und Schutzzonen:
- Man wird Mitglied in einem der Südtiroler Sammlerclubs und erhält somit automatisch eine auf ein Kalenderjahr befristete Genehmigung.
- Wer bereits in irgendeiner Sammlervereinigung eingeschrieben ist, z.B. in Österreich oder Deutschland, kann eine Sammelgenehmigung beim Landesverband der Mineralien- und Fossiliensammler Vereine Südtirols anfordern. Die entsprechenden Anträge sind an Frau Maria Theresia Pernter, Postfach Naturmuseum Südtirol, Bindergasse 1, 39100 Bozen, E-Mail: pernter.mth@brennercom.net oder lmf.bz@hotmail.com, zu richten.
- Touristengenehmigung: Man bekommt vom Landesverband der Mineralien- und Fossiliensammler Vereine Südtirols auch eine auf Tage oder Wochen befristete Mineralien-Sammelgenehmigung.
Innerhalb von Naturparken und Schutzzonen:
- Eine Genehmigung erhält man nur für wissenschaftliche oder didaktische Zwecke. Ein ausführlich begründeter Antrag ist an das Amt für Naturparke zu richten.
Paläozoologie/Paläobotanik
Den älteren Grundstock des paläontologischen Inventars im Naturmuseum bildet die Sammlung von Georg Gasser mit einigen Tausend Fossilien aus aller Welt. Deren Bearbeitung ist derzeit im Gange und wird noch einige Jahre dauern.
Den wissenschaftlich bedeutenderen Teil bildet allerdings eine Sammlung von Pflanzenfossilien unter- und mitteltriassischer Schichten aus dem Bereich Prags und Wengen. Die wissenschaftliche Bearbeitung und Inventarisierung dieser Fossilien ist noch nicht abgeschlossen. Erste Ergebnisse liegen aber bereits vor.
Ein weiteres größeres Sammlungskonvolut von 330 Belegstücken, das für Südtirol von Bedeutung ist, stammt aus den Puez-Mergeln/Gröden. Es setzt sich hauptsächlich aus Ammoniten, Belemniten, Brachiopoden, Seeigeln und Ichnofossilien (fossile Tritt- und Grabspuren) zusammen.
Einen nicht unbedeutenden Anteil der Museumssammlung machen Eigenfunde und Schenkungen aus, die inzwischen die gängigen Fossilarten Südtirols in zum Teil schönen Exemplaren belegen.
Sammeln von Fossilien
Mit dem Amt für Bodendenkmäler in Bozen besteht eine Übereinkunft, wonach das Naturmuseum sämtliche paläontologischen Objekte zur Aufbewahrung und wissenschaftlichen Bearbeitung erhält, während verwaltungstechnisch weiterhin das Landesdenkmalamt zuständig bleibt. Auf diese Weise befinden sich sowohl die Funde der Conturines-Höhle (u.a. Höhlenbär) als auch das im Sommer 2004 am Ritten gefundene Elchgeweih im Naturmuseum.
Wer in Südtirol Fossilien sammeln möchte, benötigt dazu eine besondere Erlaubnis, die je nach Zone entweder das Amt für Naturparke oder das Landesdenkmalamt ausstellt.