Technische Ausstattung

Präparatorium

Im Präparatorium werden Museums- und Sammlungsobjekte konservatorisch behandelt. Biologisches Material muss präpariert werden, damit es dauerhaft aufbewahrt werden kann. Für jede Tiergruppe gibt es eigene Verfahren. Damit die BesucherInnen Tiere in den Dioramen und Inszenierungen bewundern können, werden ausschließlich Totfunde zu Präparaten (Dermoplastiken) verarbeitet. Dabei bleiben allein die Haut, das Fell oder das Gefieder erhalten, das einem Körperimitat übergestülpt wird. Aber auch Mineralien und Fossilien werden freigelegt, gereinigt und ggf. gefestigt, bevor sie in die Vitrine kommen. Zur Präparation von Mineralien verwenden wir neben mechanischen Werkzeugen und der Ultraschall-Wanne eine Vielzahl von Chemikalien. Nur dann lassen sich Kristalle selektiv und schonend freilegen.

Hinweis!
Das Naturmuseum ist an Totfunden interessiert. Sie werden für die Ausstellungen und die Forschung benötigt. Wir sind besonders an toten Kleinsäugern (Mäusen, Schläfern, Fledermäusen, o.ä.) und Vögeln interessiert. Doch auch andere Totfunde von auffallenden Tieren können Sie uns melden. Tel.: 0471/41 29 60/64 oder E-Mail: info@naturmuseum.it


Chemisches Labor

Chemisches LaborDas Labor ist mit einem Abzug, einer Labor- und Analysewaage, mit Laborarbeitstischen sowie den nötigen Chemikalien ausgestattet, um einfache chemische Tests und Analysen durchzuführen. In diesem Raum werden aber auch feinpräparatorische Arbeiten erledigt, wie die Endbearbeitung der Dünnschliffe, Feinpräparation von Mineralien und Fossilien und anderen Exponaten. Ein Beispiel für Fossilpräparation ist die Gewinnung von Kutikelpräparaten aus inkohlten Pflanzenresten. Zur Bearbeitung von Mikrofossilien sind zunächst z.T. aufwändige chemisch-physikalische Präparationsverfahren notwendig, um die winzigen Lebensreste aus dem Muttergestein zu isolieren. Durch spezielle Methoden lassen sich sogar Einzeller aus Festgesteinen isolieren und bestimmen.


Gesteinslabor

Gesteinslabor

Im Gesteinslabor befindet sich eine Gesteinssäge mit 20 cm Schnitttiefe, eine kleinere Formatisiersäge sowie zwei elektrisch betriebene Schleifteller für grobes und mittleres Schleifkorn. Auch andere grobe Arbeiten an Gesteinen und Mineral-Großstufen können hier erledigt werden.

 


Handwerkstätte

Handwerkstätte

Die Handwerkstätte ist ausgestattet mit Geräten und Werkzeugen, die beim Ausstellungsbau und für Wartungsarbeiten im Hause benötigt werden. Sie dient unserem Handwerker/Präparator und dem Elektriker gleichermaßen als Arbeitsplatz.

 


Die Meerwasseraufbereitung

Haupt- und Reservepumpe

Der Raum, in dem das Wasser des Korallenaquariums gefiltert und behandelt wird, befindet sich im Kellergeschoss des Museums. Durch PVC-Rohrleitungen fließt das Salzwasser vom Aquarium im ersten Stock des Hauses in ein Sammelbecken, wo es zuerst mechanisch durch Perlon-Wolle gefiltert wird. Hier wird der Salzgehalt des Wassers durch Hinzufügen von Süßwasser reguliert und konstant gehalten.
Auf diese Weise wird auch der auf die Verdunstung zurückzuführende Wasserverlust ausgeglichen. Außerdem werden Substanzen wie Kalzium (durch einen Kalziumreaktor mit Kohlendioxid) hinzugegeben, die von Kalkalgen und Korallen verbraucht werden. Die Hauptpumpe (30.000 Liter pro Stunde) fördert dann das Wasser aus dem Sammelbecken in den drei Meter hohen und über 500 Liter fassenden Eiweißabschäumer, der das Herzstück der Filteranlage darstellt. Im Bild zu sehen: Haupt- und Reservepumpe sowie verschiedenes Zubehör als Teile der Anlage im Kellergeschoss.

Geräte für Umkehrosmose

Ein Teil des Wassers gelangt in den Kühler und, je nach Bedarf, zum Aktivkohlefilter. Anschließend wird das Wasser ins Aquarium gepumpt, wobei zwischen der Hauptpumpe und der Wasseroberfläche des Aquariums ein Höhenunterschied von fast 10 m zu überwinden ist. Im Bild zu sehen: Geräte für Umkehrosmose. Kohlendioxid-gespeister Kalziumreaktor

In regelmäßigen Zeitabständen muss das Salzwasser teilweise ausgetauscht werden. Die Zubereitung des "Meerwassers" erfolgt durch Auflösen eines besonderen Salzgemisches in reinem Süßwasser (Leitungswasser), das zuvor durch Umkehrosmose aufbereitet wurde. Im Raum befinden sich auch Quarantänebecken, die über Rohrleitungen mit der Meerwasser-Aufbereitungsanlage verbunden sind. Im Bild zu sehen: Kohlendioxid-gespeister Kalziumreaktor.